Frittier-Tipp 3: Welches Öl eignet sich als Frittieröl?
Beim Frittieren ist nicht nur die Friteuse, sondern auch die Wahl des richtigen Frittieröls entscheidend, denn nicht jedes Öl oder Fett eignet sich auch zum Frittieren.
Inhalt
⯈ Wie lange bzw. oft kann ich Frittieröl verwenden?
⯈ Was tun gegen Frittier-Geruch?
Wichtige Faktoren sind hier vor allem der Rauchpunkt, also der Punkt, an dem das Öl anfängt, Rauch zu bilden, sowie die enthaltenen Fettsäuren. Da die ideale Temperatur beim Frittieren zwischen 175 und 190° Celsius liegt, sollte man ein Öl benutzen, das seinen Rauchpunkt jenseits von 200° hat.
Folgende Öle kommen in Frage:
- Raffinierte Pflanzenöle wie z.B. Maiskeim-, Raps-, Sonnenblumen- oder Erdnussöl
- Palm-, Kokos- oder Sojaöl oder auch geklärte Butter (Butterschmalz)
- Auch eine Mischung aus verschiedenen Ölen ist ebenfalls möglich
Nicht geeignete Öle sind:
- Unraffinierte/kaltgepresste Öle (wie z.B. natives Olivenöl), da deren Rauchpunkt viel zu niedrig ist und sie schnell verbrennen.
Bei den meisten raffinierten Ölen liegt der Rauchpunkt über 200° Celsius, sie sollten deshalb fürs Frittieren geeignet sein.
Wie lange bzw. oft kann ich Frittieröl verwenden?
Wie oft du das Frittieröl oder -fett wechseln solltest, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Wichtige Indikatoren sind aber Geruch, Rauchbildung, Farbe und Geschmack. Ist das Öl sehr dunkel, fängt an zu rauchen, unangenehm zu riechen oder aber deine frittierten Speisen fangen an, nach altem Öl zu schmecken, ist ein Ölwechsel angesagt.
Mit der Zeit sammeln sich auch Speisereste im Frittierbehälter an, die verbrennen und damit Acrylamid bilden. Auch in diesem Fall solltest du das Öl rechtzeitig entsorgen. Besser ist es allemal, wenn du das Fett oder Öl aus der Friteuse entfernst und in Flaschen oder Gläsern gekühlt aufbewahrst, bis du es wieder verwenden willst. Beim Abfüllen kannst du auch gleich Krümel und Verunreinigungen aus dem Öl (pass auf die Temperatur auf!) filtern.
Was tun gegen Frittier-Geruch?
Frittiergeruch wird schnell unangenehm. Vor allem in den eigenen 4 Wänden möchtest du wahrscheinlich nicht, dass es nach Imbissbude riecht. Auch wenn du ausgiebig lüftest und eine Friteuse mit Deckel benutzt, lässt er sich leider nicht komplett vermeiden. Ein wenig Abhilfe schafft eine Friteuse mit integriertem Geruchsfilter, der einen Großteil des Geruchs absorbiert.
Wenn du jetzt denkst, du frittierst einfach auf dem Balkon oder der Terrasse, solltest du dich vielleicht erst einmal bei deinem Vermieter erkundigen, ob er das gestattet. Grundsätzlich ist das Frittieren auf dem Balkon zwar nicht verboten, ähnlich wie die Benutzung eines Elektrogrills, es könnte aber trotzdem sein, dass deine Nachbarn sich beschweren.
Diese Tipps können gegen Frittiergeruch helfen:
- Lüften
- Frittiere auf Balkon, Terrasse oder am offenen Fenster (ggf. den Vermieter vorher um Erlaubsnis fragen)
- Benutze eine Friteuse mit Deckel (Achtung: wenn du im Topf frittierst, solltest du auf einen Deckel verzichten, um Überkochen zu verhindern)
- Verwende ein Gerät mit Geruchsfilter
- Frisches Öl oder Fett verwenden
- Öl vor Wiederwendung reinigen
- Wenn möglich Stoffe (Jacken, Decken, etc.) aus Zimmer entfernen
- Raumluftspray oder Lufterfrischer benutzen
- Eine Heißluftfriteuse verwenden
Alles rund ums Frittieren
Wenn wir dich neugierig gemacht haben und du nun selbst so richtig mit dem Frittieren loslegen willst, haben wir hier weitere wertvolle Tipps rund ums Thema Frittieren und Friteusen für dich zusammengestellt.
⯈ Der große Frittier- & Friteusen-Test
⯈ Frittier-Tipp 1: Der beste Frittierteig
⯈ Frittier-Tipp 2: Die Panade - Wie paniert man richtig?
⯈ Frittier-Tipp 4: Speiseöl entsorgen
