Outdoor-Küche: Was gehört dazu und worauf kommt es an
Mache Sommer 2022 zu etwas Besonderem.
Der Sommer steht vor der Tür und der Garten bzw. die Terrasse oder der Balkon rufen. Wir können es kaum abwarten Freunde und Familie einzuladen und zusammen den Tag im Freien ausklingen zu lassen. Leider muss in der Regel mindestens eine Person in der Küche das Essen und die Getränke zubereiten. Um das zu verhindern, entschließen sich immer mehr Menschen, in eine Outdoor-Küche zu investieren. Was genau zu einer Outdoor-Küche gehört, worauf du achten musst und welche Vorteile sie dir bringt, erklären wir dir im Folgenden.
Was ist eine Outdoor-Küche und warum solltest du in eine investieren?
Outdoor-Küchen sind Küchen deren Ausstattung und Zusammensetzung für den Außenbereich deines Zuhauses maßgeschneidert sind. Mit einer Outdoor-Küche muss bei dem schönen Wetter niemand in der Küche bleiben um Hamburger zu braten und wenn deine Gäste Nachschub wollen oder Durst haben, muss niemand nach drinnen gehen. Familie und Freunde bewirten wird dadurch viel angenehmer und jeder kann den Sommer in vollen Zügen genießen.
Was gehört in eine Outdoor-Küche?
Die Outdoor-Küche ähnelt deiner Küche im Haus in vielerlei Hinsicht. Ein paar ausschlaggebende Unterschiede gibt es jedoch. Mit welchen Mobiliar du deine Outdoor-Küche ausstatten solltest, kannst du hier lesen.
Grill
Was wäre nur eine Gartenparty ohne Grill? Du hast die Qual der Wahl: Sowohl Gas-, Elektro-, Pellet- als auch Holzkohle-Grille eignen sich für deine Outdoor-Küche.
Der Gasgrill ist sehr beliebt und in vielen Haushalten zu finden. Er ist schnell aufgeheizt und einfach zu bedienen. Außerdem verursacht er weniger Dreck als der Holzkohlegrill.
Der Holzkohlegrill ist etwas traditioneller und verleiht deinem Essen einen würzigen Geschmack. Allerdings eignet sich dieser Grill weniger, wenn du deine Outdoor-Küche mit einer Pergola oder einem Sonnendach ausstatten willst.
Der Pelletgrill ist hervorragend geeignet für die Zubereitung von Fleisch das etwas langsamer und schonender zubereitet werden soll wie z.B. Zupfbraten.
Der Elektrogrill ermöglicht es dir bei jedem Wetter zu grillen. Da er weniger Geruch und Rauch erzeugt als z.B. der Holzkohlegrill, kannst du ihn auch verwenden, wenn deine Outdoor-Küche von einem Sonnendach geschützt wird.
Kühlschrank
Damit du nicht jedes Mal in die Küche gehen musst, wenn du Gemüse für den Grill vergessen hast oder noch ein kühles Getränk brauchst, solltest du einen Kühlschrank in deiner Outdoor-Küche haben. Du kannst dich für einen Kühlschrank mit Einbau-System oder einen freistehenden Kühlschrank entscheiden. Einen Kühlschrank einzubauen ist natürlich etwas aufwendiger, allerdings sieht deine Küche so schöner und stabiler aus. Achte darauf, dass dein Kühlschrank für den Außenbereich gemacht ist und baue ihn nicht unter einem Kochfeld ein.
Spüle
Um deine Familie und Gäste optimal bewirten zu können brauchst du eine Spüle in deiner Outdoor-Küche. Oftmals haben Spülen im Außenbereich nur einen Kaltwasser-Anschluss, da die Installation eines Warmwasser-Anschlusses kompliziert sein kann. Achte darauf, dass das Wasser aus der Spüle in den Abwasserkanal geleitet wird und getrennt ist von dem Wasser mit dem du deine Pflanzen bewässerst. Ansonsten kannst du deinen Pflanzen mit der Seife schaden. Das Material der Spüle sollte Edelstahl sein, da dieses Material nicht schnell rostet.
Arbeitsfläche
Deine Arbeitsfläche sollte ausreichend Platz haben, damit du Gemüse schneiden, Lebensmittel oder fertige Gerichte abstellen oder dreckiges Geschirr lagern kannst. Beim Bau der Küche, solltest du darauf achten, dass das Material deiner Arbeitsfläche aus Stein, Beton oder Fliesen gefertigt ist, damit die Arbeitsfläche wetterfest ist. Edelstahl ist ebenfalls eine Option, kann aber im Sommer etwas blenden.
Stauraum
Deine Outdoor-Küche braucht ausreichend Stauraum. Dieser sollte großzügig geplant werden, damit du auf jeden Fall genug Platz hast. Das Material deiner Küchenschränke sollte ebenfalls wetterfest sein und daher eignen sich hier Materialien wie Edelstahl bestens.
Ofen
Für den Außenbereich bieten sich viele verschiedene Arten von Öfen an. Du kannst natürlich einen Elektroofen installieren. Allerdings bietet sich hier auch die Gelegenheit die Art Ofen einbauen zu lassen, die im Innenbereich ungeeignet ist. Ein gemauerter Holzbackofen eignet sich bestens um Brot zu backen und Pizza zuzubereiten. Auch andere Gerichte lassen sich damit zubereiten. Um die Nachbarn nicht zu stören, solltest du dir überlegen, ob du eine Abzugshaube installieren willst. Viele haben eine integrierte Beleuchtung, die sicherlich hilfreich sein kann. Um Gerichte schnell aufwärmen oder Soßen vorbereiten zu können, solltest du eine Mikrowelle und einen Seitenbrenner zu deiner Outdoor-Küchen-Ausstattung hinzufügen.
Kochplatte
Keine Küche ist vollständig ohne eine Kochplatte. Es gibt verschiedene Arten von Kochfeldern, am besten eignen sich Gaskochfelder oder Induktionskochfelder für den Außenbereich.
Gaskochfeld: Dieses Kochfeld ist eine passende Ergänzung zum Gasgrill und lässt sich einfach bedienen.
Induktionskochfeld: Im Gegensatz zum Gaskochfeld ist dieses Kochfeld nicht windanfällig und hält auch schlechtem Wetter stand.
Sonnenschutz
Mit dem richtigen Sonnenschutz kannst du deine Outdoor-Küche bei (fast) jedem Wetter genießen. Für eine kleine Outdoor-Küche reicht ein Sonnenschirm zum Schutz vor zu viel Sonne. Bei etwas größeren Outdoor-Küche ist ein Sonnensegel oder eine Pergola empfehlenswert. Bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzes solltest du darauf achten, dass der Sonnenschutz nicht leicht in Brand gerät und wasser- und UV-resistent ist.
Beleuchtung
Die Beleuchtung deiner Outdoor-Küche ist äußerst wichtig. Nicht nur um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, sondern auch aus rein pragmatischen Gründen. Um dir das Kochen zu erleichtern, solltest du eine Arbeitsbeleuchtung installieren. Für die Ambientebeleuchtung empfehlen wir Lichterketten, Kerzen und Laternen.
Müllentsorgung
Sollten deine Mülltonnen nicht in der Nähe sein, ist es sinnvoll einen Abfalleimer für die Outdoor-Küche zu besorgen. Bei einer fertigen Outdoor-Küche kann es gut sein, dass dieser schon installiert ist. Ansonsten lohnt sich ein freistehendes Modell. Wir empfehlen ein großes Modell zu wählen, da die Outdoor-Küche oft für Treffen mit Familie und Freunde eingesetzt wird, wobei durchaus etwas mehr Müll entstehen kann.
Mini-Bar
Integriere eine kleiner Bar oder Cocktail-Ecke in deine Outdoor-Küche ein. Dort kannst du Zutaten und geräte lagern, sowie Cocktails zubereiten. Deine Gäste werden es dir danken.
Welche Form deine Outdoor-Küche haben sollte, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum einen solltest du in Betracht ziehen, wie groß der Bereich ist, indem deine Outdoor-Küche stehen soll.
Gerade Küchenzeile: Diese Küchenform eignet sich vor allem für kleine Outdoor-Küchen. Wenn du diese Form bevorzugst und die Outdoor-Küche direkt an der Wand anbringen willst, achte darauf, dass deine Wand ausreichend vor Hitze geschützt ist.
Küchenzeile in L-Form: Die L-Form bietet etwas mehr Platz und lässt sich gut mit einer Sitzecke kombinieren. Du kannst deine Outdoor-Küche in dieser Form sowohl an der Wand anbringen, als auch freistehend installieren.
Küchenzeile in U-Form: Die U-Form lässt sich ähnlich wie die L-Form auch sehr gut freistehend aufbauen. Allerdings solltest du generell bei dieser Küchenform darauf achten, dass du ausreichend Platz zwischen den beiden Seiten einplanst (ca. 120 cm). Diese Form bietet mehr Stauraum als die anderen und ist dennoch praktisch, da du schnell von einer Seite zur anderen gelangst.
Kücheninsel: Bei dieser Form ist alles zentral in der Mitte angeordnet. Sie eignet sich bestens für Outdoor-Küchen, da sie es einfacher macht, neben dem Kochen Gespräche zu führen. Sollten mehrere Köche im Einsatz sein, ist diese Form aufgrund der Bewegungsfreiheit am besten geeignet.
Was kostet eine Outdoor-Küche?
Je nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen, können die Kosten die mit einer Outdoor-Küche verbunden sind, variieren. Eine kleine, einfache Modulküche kannst du schon ab 2,000€ erwerben. Während eine umfangreich ausgestattete Outdoor-Küche deutlich mehr kostet. Überlege dir genau, ob du tatsächlich aufwendige Mahlzeiten in deinem Garten zubereiten oder hauptsächlich Würstchen und Hamburger braten wirst. Denn der Normalverbraucher braucht keine extravagante Ausstattung. Mit ausreichend Motivation und handwerklichen Fertigkeiten, kannst du eine Outdoor-Küche auch selbst bauen und einiges sparen, so dass eine voll-ausgestattete Küche sich um die 5,000€ belaufen kann. Da Outdoor-Küchen in Deutschland nicht das ganze Jahr über benutzt werden können, solltest du dir genau überlegen, ob du große Summe ausgeben willst. Neben den Anschaffungskosten, musst du auch noch die Kosten für Wasser- und Stromleitungen in Betrcht ziehen.
Welche Materialien eignen sich am Besten?
Die richtige Auswahl des Materials deiner Outdoor-Küche ist ausschlaggebend dafür wie lange deine Outdoor-Küche hält und wie viel Vergnügen sie dir bereiten wird. Die Arbeitsflächen, Küchenzeile und Küchenschränke sollten aus wetterfesten Materialien bestehen. Dafür eignen sich Teakholz, Edelstahl, Granit und Polymer. Teakholz überzeugt mit seiner natürlichen Optik und es ist praktisch, da es im versiegelten Zustand wasserresistent ist. Edelstahl und Granit sind ebenfalls wetterfest und zusätzlich dazu, sehr belastbar. Polymer ist eine gute Wahl, da es UV-resistent und leicht zu reinigen ist. Die Aussparung für den Grill und die Kochplatte sollte unbedingt aus feuerfestem Material bestehen.
Mit etwas handwerklichem Geschick und Motivation kannst du deine Outdoor-Küche auch einfach selbst bauen. Natürlich ist das deutlich aufwendiger als eine Einbauküche oder Modulküche zu kaufen, allerdings kannst du so deine Outdoor-Küche nach deinen Vorstellungen gestalten und dabei auch noch Geld sparen. Beides hat Vor- und Nachteile. Bei der Entscheidung ob du deine Outdoor-Küche selbst baust oder nicht, solltest du dir genau überlegen, wie groß und ausgestattet deine Outdoor-Küche sein soll und wie gut deine handwerklichen Fähigkeiten sind.
Mit einer selbstgebauten Outdoor-Küchen kannst du dir deine Outdoor-Küche genau nach deinen Wünschen gestalten und dafür weniger ausgeben, als wenn du eine Firma beauftragen würdest. Allerdings solltest du die Herausforderung nicht unterschätzen. Eventuell musst du einen Boden legen, die Küchenzeile mauern und Wasser- und Stromleitungen verlegen und dabei können Fehler passieren. Das sind einige Beispiele für Aufgaben die dir bevorstehen könnten. Natürlich kannst du auch einzelne Aufgaben, wie z.B. Wasserleitungen verlegen, in Auftrag geben. Nichtsdestotrotz, solltest du bei der Planung deiner Outdoor-Küche genau aufschreiben was du dir von deiner Outdoor-Küche wünschst, welche Aufgaben du übernehmen kannst und welche ein Profi erledigen muss.
Ein fertiges Küchensystem erfordert deutlich weniger Planung und kann entweder vom Hersteller installiert oder selbst zusammengebaut werden, um die Kosten geringer zu halten. Beim Zusammenbau sollte man natürlich wieder seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen. Bei dieser Art von Outdoor-Küche kannst du in der Regel auch deinen persönlichen Touch hinzufügen und ein paar Wünsche äußern, allerdings sind diese Outdoor-Küchen oft etwas teurer.
Modulküchen gibt es ebenfalls für den Outdoor-Bereich. Diese Art von Outdoor-Küchen sind schon vormontiert und lassen sich beim Auszug auch leicht abmontieren. In der Regel, kannst du auch diese Outdoor-Küche individualisieren. Leider sind diese Outdoor-Küchen oft relativ klein und nicht erweiterbar.
Outdoor-Küchen wetterfest machen
Da deine Outdoor-Küche verschiedenen Wetterlagen ausgesetzt ist, solltest du vorsorgen, damit du deine Outdoor-Küche lange genießen kannst. Wie schon erwähnt, musst du darauf achten, wetterfeste Materialien zu wählen. Ein Sonnenschirm, eine Pergola oder ein Sonnendach schützen deine Outdoor-Küche vor UV-Strahlen und Niederschlag. Kleine Outdoor-Küchen brauchen in der Regel nicht mehr als einen stabilen Sonnenschirm. Sonnendach oder Pergola schützen allerdings etwas umfangreicher die Geräte in deiner Küche und sind daher empfehlenswert. Deine Küchengeräte solltest du sowieso nach Benutzung verstauen, sodass schlechtes Wetter ihnen nichts anhaben kann. Sonnenschirm oder -dach sollten sowohl UV- als auch hitzebeständig sein. Damit du deine Küche auch in den kalten Jahreszeiten nutzen kannst, ist ein Heizpilz oder eine Feuerstelle eine Überlegung wert.
Gerade größere Outdoor-Küchen sind in vielen Bundesländern genehmigungspflichtig. Du solltest daher unbedingt vorher beim Bauamt nachfragen. Über die örtliche Feuerstättenverordnung solltest du dir ebenfalls bewusst sein. Abgesehen von Genehmigungen, gibt es noch ein paar andere rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Deine Outdoor-Küche kann unter Umständen einen Störfaktor für deine Nachbarn darstellen. Um den Störfaktor so klein wie möglich zu halten, empfehlen wir daher auf einen Holzkohlegrill zu verzichten und stattdessen, einen Gas- oder Elektro-Grill auszuwählen.
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