Gewusst wie: Das 1x1 des Grillens
Mit diesen Tipps werden Sie zum Meister am Rost
Seit die Tage endlich wieder länger und wärmer sind, liegt nicht nur der Sommer, sondern stets auch ein leckerer Duft von frisch gegrillten Köstlichkeiten in der Luft – wir sind im Barbecue-Fieber!
Aber was kommt auf den Rost, wie können wir ihn nach dem Gebrauch möglichst einfach reinigen und welcher Grill passt zu welchen Bedürfnissen? Diese und weitere Fragen haben wir hier für dich beantwortet. Also, an die Zange, fertig, los!
Welcher ist der Richtige?
Als Klassiker unter den Grills gilt der Holzkohlegrill. Ihn gibt es in den verschiedensten Größen und mittlerweile auch in kunterbunten Farben. Kleine Modelle mit Tragegriffen lassen sich leicht transportieren und sorgen auch unterwegs im Park oder anderswo für Grillvergnügen. Eine schnellere und raucharme Alternative ist ein gasbetriebener Grill. Er ist sofort einsatzbereit und lässt sich temperaturgenau einstellen. Für den Balkon eignet sich ein Elektrogrill am besten, der ebenfalls ein schnelles Barbecue verspricht, da er per Knopfdruck eingeschaltet und zügig erhitzt ist.
Safety first
Vor dem Genuss stehen einige Sicherheitsstandards, die du während der Zubereitung des Grillguts unbedingt beachten solltest: Nehme dir die Zeit, die Gebrauchshinweise zu lesen, die einem neuen Gerät beiliegen. Stelle den Grill stets auf einen ebenen, festen Untergrund, der möglichst hitzebeständig ist. Achte außerdem darauf, dass sich in der direkten Umgebung keine leicht entflammbaren Gegenstände befinden. Da Kinder besonders neugierig sind, sollten sie vom Grill ferngehalten werden, um Verletzungen wie Verbrennungen zu vermeiden. Gleiches gilt übrigens auch für Haustiere. Denken Sie daran, auch sich selbst vor Brandwunden schützen – eine Grillschürze sowie langes Grillbesteck sind deshalb unerlässlich.
Bevor das Fleisch auf dem Rost landet, tupfe es mit einem Küchentuch etwas ab, um überschüssige Marinade zu entfernen. So verhinderst du, dass diese in die Glut tropft und sich Flammen bilden. Hilfreich sind aber auch Alufolie oder kleine Aluschälchen, in denen die Köstlichkeiten vor sich hin brutzeln können. Fett und Saft werden darin aufgefangen, sodass Rauchbildung durch heruntertropfendes Fett vorgebeugt wird.
Bei der Verwendung von Holzkohle gelten weitere Regeln, etwa der Verzicht auf flüssigen Grillanzünder, der ein Sicherheitsrisiko birgt. Greife stattdessen auf Anzünder in Würfelform zurück. Nach dem Barbecue kannst du die Glut ersticken, indem du die Belüftungsöffnungen verschließt. Anschließend muss die Kohle mindestens zwölf Stunden, also am besten über Nacht, auskühlen, bevor sie entsorgt werden kann.
Nutze einen Gasgrill, ist es wichtig, den Schlauch regelmäßig auf undichte Stellen zu überprüfen. Schalte das Gas am Ende des Abends immer zuerst am Grill aus, bevor du die Flasche zudrehst, die du bei Nichtgebrauch niemals in geschlossenen Räumen lagern solltest. Beim Anzünden ist der Deckel des Grills stets geöffnet.
Elektrogrills sollten nicht im Innenbereich genutzt werden. Verwende für die Stromzufuhr keine Verteilersteckdosen und schütze die Anschlüsse vor Feuchtigkeit.
Heize ein
Entscheide dich zunächst für die richtige Grundlage: Holzkohle wird schneller heiß, Briketts glühen dafür länger. Nachdem du der Kohle Dampf gemacht hast, warte, bis sich die Oberfläche weiß färbt, bevor du die Leckereien auf den Grill schmeißt. Praktisch ist ein sogenannter Anzündkamin: Die Hitze darin verteilt sich gleichmäßig und die Kohlen werden schneller heiß. Sobald sie glühen, werden sie auf den Grill geschüttet.
Echte Profis nutzen für die Zubereitung von Fleisch direkte und indirekte Hitze. Erstere eignet sich für Koteletts, Steaks, Hamburger und dergleichen, letztere sorgt für das gleichmäßige Garen von Braten oder ganzen Hähnchen. Verteile für die direkte Hitze die Kohle nur auf einer Seite des Grills und lege das Fleisch darüber auf den Rost. Die andere Hälfte nutzt du für indirektes Anbraten oder auch Ablegen und Warmhalten von bereits Gegrilltem.
Das kommt auf den Grill
Steak, Fisch und Hähnchenspieße, Zucchini, Paprika oder Käse – die kulinarischen Möglichkeiten am Grill sind schier unendlich. Ein saftiger Kachelfleisch-Burger mit selbstgemachter Sauce lässt schon beim Lesen des Rezeptes das Wasser im Mund zusammenlaufen. Außerdem lecker: Rippchen, Focaccia-Steak oder ein Burger mit pikanter Currysauce, Ananas- und Ingwerwürfeln. Steaks bratest du am besten bei direkter Hitze kurz an und verfrachtest die dann auf die Seite der indirekten Hitze, damit sie auch von innen gegart werden. Wenn du Fleisch bei geschlossenem Deckel zubereitest, öffne diesen nicht alle paar Minuten, um den Garzustand zu überprüfen, denn dabei entweicht jedes Mal ein wenig Hitze und die Garzeit verlängert sich. Nutze zum Wenden eine Zange, keine Gabel, da so der Fleischsaft verloren geht. Fisch lässt sich gut in einem Grillkorb zubereiten, denn so klebt die zarte Haut nicht am Rost fest.
Saftiger Kachelfleisch-Burger / © 0815BBQ
Du möchtest Spieße mit Hähnchenfleisch oder Gemüse zubereiten? Dann lege die Holzstäbe vorher etwa eine halbe Stunde ins Wasser, damit sie nicht zu schnell anbrennen. Auch Vegetarier müssen nicht auf Schmackhaftes vom Rost verzichten: Neben mit Tomate und Mozzarella gefüllter Zucchini machen auch Maiskolben, Kartoffeln mit Kräuterbutter oder Spieße mit Ananas und Mango auf Grill und Teller etwas her.
Das Reinheitsgebot
Nach dem Grillen ist vor dem Grillen, das gilt vor allem für die Reinigung von Rost und Co. Fett und Marinaden haben während der Barbecue-Party ihre Spuren hinterlassen, die am besten schnell beseitigt werden. Die Pflege von Holzkohlegrills benötigt den größten Aufwand, denn Gas- oder Elektrogrills haben ein Auffangbecken für Flüssigkeiten, das oft in der Spülmaschine gereinigt werden kann.
Schrubben musst du fast immer, aber es gibt ein paar einfache Tricks, mit denen du den Rost vor der eigentlichen Reinigung vorbehandeln kannst. Nasses Zeitungspapier, das um das Gitter gewickelt wird, hilft dabei, die verbrannten Reste aufzuweichen. Falls du einen Garten hinter dem Haus hast, kannst du den Rost auch über Nacht ins feuchte Gras legen. Bei hartnäckigen Fettkrusten hilft manchmal nur noch der Griff zu Ofenreiniger: Sprühe das Gitter damit ein, lasse den Reiniger einige Zeit einwirken und entferne den Schmutz anschließend mit Spülmittel und Schwamm. Du kannst die Kruste auch mit ihren eigenen Waffen schlagen: Tupfe dafür einen feuchten Lappen in die kalte Asche vom Vorabend und reibe damit den Rost ab.
Gasgrills lassen sich oft per Knopfdruck reinigen: Dazu drehst du, nachdem das letzte Steak verspeist wurde, einfach den Hitzeknopf auf die höchste Stufe. So verbrennt die Fettkruste und verschwindet von ganz allein.
Letztlich gilt beim Grillen: Vorsorge ist alles. Pinsel den Rost einfach mit ein wenig Speiseöl ein, bevor er beim nächsten Barbecue zum Einsatz kommt. Fleisch und Gemüse lassen sich so leichter wenden. Du solltest allerdings nicht zu viel Öl benutzen, da es ansonsten ins Feuer tropft und es so zu Flammenbildung kommen kann.


