Ratgeber: Bettdecken und Daunendecken
Was du beim Kauf der Decke beachten solltest
Daunendecken sind nicht nur für die kalten Wintertage geeignet, es gibt sie auch für andere Jahreszeiten und in allen möglichen Gewichtsklassen. Daunen sorgen naturgemäß für Wärme, sie sind aber auch ein natürliches Material, das besonders leicht und atmungsaktiv ist, das du das ganze Jahr über verwenden kannst. Daunendecken sind in vielen verschiedenen Stilen und Preisklassen erhältlich. Angefangen bei High-End-Gänsefedern bis zu hypoallergenen Polyesterfüllungen. Egal welche Wahl du triffst, du solltest dich vor dem Kauf informieren. Diese Anleitung wird dir dabei helfen, die richtige Daunendecke für deine individuellen Bedürfnisse zu finden.
Welche Daunenarten gibt es?
Daunen sind die Flaumfedern eines Vogels. Sie sind super weich und besonders leicht. Im Gegensatz zu den eigentlichen Federn haben Daunen keinen harten Federkiel und keine steifen Federäste.
Gans
Gänsefedern sind der am häufigsten verwendete Daunentyp. Sie sind in Weiß und Grau erhältlich, aber die Farbe hat keinerlei Einfluß auf die Qualität. Weiße Gänsefedern werden häufiger verwendet, da sie nicht durch weiße Deckenbezüge hindurchscheinen. Gänsedaunen sind geruchsfrei, aber nicht hypoallergen.
Ente
Auch wenn die meisten Hersteller Gänsefedern verwenden, so finden sich in manchen Decken auch Entenfedern. Häufig gehören diese zu den etwas preiswerteren Daunendecken. Das liegt daran, dass Entendaunen eine etwas geringere Isolationswirkung aufweisen und im Gegensatz zu Gänsedaunen etwas riechen können.
Synthetik
Solltest du Daunendecken ohne Daunen bevorzugen, so gibt es auch andere Materialien, die verwendet werden können. Diese Optionen bieten die Vorteile von Daunen, sind aber gleichzeitig meist hypoallergen.
Alternatives Daunenfüllmaterialien
Mit diesen Alternativen kannst du die Vorteile von Daunen genießen, ohne sich mit Allergieproblemen auseinandersetzen zu müssen. Diese Decken verwenden eine Mischung verschiedener synthetischer Materialien, die dafür sorgen, dass diese Decken hypoallergen bleiben.
Polyester
Diese preiswerte Alternative ist ideal, wenn du Allergien hast
Bauwolle und Wolle
Besonders leicht, atmungsaktiv, hypoallergen und waschbar – mit Baumwolle gefüllte Duvets eignen sich ideal für wärmere Tage. Baumwolle ist nicht so bauschig wie andere Füllmaterialien und daher nicht die optimale Wahl für kalte Nächte, dafür aber eine kostengünstigere Alternative.
Schwer und extrem wärmeisolierend – Wolldecken halten unheimlich warm an kalten Tagen. Diese Decken sind teurer und nicht waschbar, aber mit dem richtigen Deckenbezug hat man viele Jahre Freude an seiner Decke. Ob
Ein weiteres natürliches Material, ideal für Allergiker. Und wie Polyester ebenfalls eine preiswerte Option
Bauschkraft und Wärmestufe
Die Bauschkraft ist ein Maß für das Volumen von Daunenfedern pro Gewichtseinheit (meist Kubikzoll, ca. 16,4 cm³ je Unze, ca. 28 g) und kommt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum. Die Bauschkraft wird oftmals bei Daunendecken aus dem Hochpreissegment angegeben. Je höher die Bauschkraft, desto besser werden die Isoliereigenschaften und “Flauschigkeit” der Daunen. Die Bauschkraft ist ein guter Indikator für Wärme und Qualität.
Bauschkraftoptionen
- Bis zu 400: Weiche, leichtgewichtige Wärme
- 400-599: Ganzjährige Wärme
- 600-799: Wärmere Option mit geringerem Gewicht
- 800 und mehr: Höchste Isoliereigenschaften für Winterwärme
In Deutschland wird statt der Bauschkraft häufig auch die Wärmestufe einer Bettdecke genannt. Unterschieden wird hierbei zwischen 4-Jahreszeiten-Decken, Extra-Leicht, Leicht, Medium, Warm und Extra-Warm.
Bettdeckenarten
Bei der Auswahl einer Decke hast du die Wahl zwischen den verschiedensten Konstruktions- und Näharten. Die Abbildung zeigt die häufigsten Konstruktionen und ihre jeweiligen Vorteile.
1. Kassettendecken
Stoffstreifen sind zwischen die oberen und unteren Schichten der Decke genäht und bilden Taschen für die Füllung. So können sich die Daunen ausbreiten und bieten den höchsten Grad an Flauschigkeit.
2. Diamantstepp
Die obere und untere Schicht der Decke sind in einem Diamantmuster vernäht und verhindern so, dass sich die Füllung verschiebt.
3. Knoten
An den äußeren Rändern der Decke werden Wände eingenäht, die die obere und untere Schicht verbinden. Die hohen Ränder erhöhen die Flauschigkeit. Diese Decken haben meist eine Kassetten- oder Durchnähkonstruktion und ein Kassetten- oder Feldstichdesign.
4. Karostepp
Kreuzgenähte Konstruktionen beschränken die Bewegungsfreiheit der Decke und sorgen für offene Taschen, so hat die Füllung eine gewisse Bewegungsfreiheit. Karosteppdecken gibt es durchgenäht oder im Kassettendesign.
5. Ringnaht
Die oberen und unteren Schichten der Decke sind mit kleinen Kreisen zusammengenäht. Diese Konstruktionsart sorgt für Bewegungsfreiheit der Füllung, ähnlich wie bei Karosteppdecken.
6. Durchgenähtes Boxstichdesign
Die oberen und unteren Schichten der Decke sind in einem Boxmuster zusammengenäht und sorgen so dafür, dass sich die Füllung nicht verschiebt.
7. Durchgenähtes Verbindungsstichdesign
Die obere und untere Ebene der Decke sind in einem vertikalen und horizontalen Muster zusammengenäht. Diese Art der Konstruktion erlaubt der Füllung mehr Bewegungsfreiheit als ein Boxstichdesign.
Reinigung und Pflege von Bettdecken
Beim Auspacken einer neuen oder zuvor lange gelagerten Decke solltest du die Decke erst ausschütteln und dann fünf Minuten auf niedrigster Stufe in den Trockner legen. So erhält die Decke ihre Flauschigkeit zurück. Achte auf Hinweise zur Trockenreinigung.
Abgesehen vom normalen Entfernen von Flecken solltest du die Decke zwei- bis dreimal im Jahr waschen. Für das Waschen der Decke solltest du warmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel verwenden und die Decke auf niedrigster Stufe in einer großen Waschmaschine waschen. Unter Umständen musst du den Nachspülgang wiederholen, um dafür zu sorgen, dass keine Seifenreste mehr vorhanden sind.
Zum Trocknen solltest du den Trockner auf der niedrigsten Stufe und für ein paar Stunden laufen lassen. Ein paar Tennisbälle verhindern das Verklumpen der Füllung und sorgen für gleichmäßiges Trocknen. Wenn der Stoff Falten wirft und die Decke trocken ist, dampfe das Gewebe glatt (nicht bügeln).
Tipp: Beim Auspacken einer neuen Decke solltest du nicht vergessen, dass die Decke bis zu 72 Stunden braucht, um ihre maximale Weichheit und Flauschigkeit zu erreichen.
Weitere Inspiration für besseren Schlaf
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