Ratgeber: Die beste Matratze finden
Rund um Matratzentypen, Härtegrade und mehr
Deine Matratze spielt eine entscheidende Rolle beim erholsamen, tiefen Schlaf. Gleichzeitig kann es auch verwirrend werden, aus all den verschiedenen Matratzen die beste für deine Schlafbedürfnisse auszuwählen. Daher haben wir einen Leitfaden erstellt, damit du die beste Matratze für einen optimalen Schlaf findest.
In diesem Leitfaden erfährst du...
- ...wann du eine neue Matratze kaufen solltest
- ...wie du den Härtgerad bestimmst
- ...welche verschiedenen Matratzenarten es gibt
- ...welche Ausstattungsmerkmale es gibt
- ...wie du die Matratze pflegst
- ...was Matratzenschoner und Matratzentopper sind
Wann sollte ich eine neue Matratze kaufen?
- Wenn deine Matratze über acht Jahre alt ist
- Wenn du mit Schmerzen im Rücken oder in den Gelenken aufwachst
- Wenn du unruhig schläfst, dich hin- und herwälzt und drehst und häufig nachts aufwachst
- Wenn deine Matratze sichtbar abgenutzt ist (z. B. durchhängt)
- Wenn du die Sprungfedern beim Liegen spürst
- Wenn deine Matratze dich nicht an den nötigen Stellen des Körpers stützt
- Wenn du Geräusche/Knarren beim Bewegen hörst
- Wenn du zur Mitte des Bettes rollst und du leicht von der Bettkante rollst
- Wenn du zu groß für deine aktuelle Matratze bist oder du einfach eine bessere Matratze haben möchtest
- Wenn sich dein Körper oder deine Schlafposition in letzter Zeit verändert hat
- Wenn du umziehst du dir einen Neuanfang mit deinem Bett wünschst
Wie wähle ich den Härtegrad aus?
Die Festigkeit bzw. der Härtegrad ist ein wichtiger Aspekt der Matratze. Je nachdem, welches Komfortniveau du dir wünschst, kannst du zwischen ultra-weich und ultra-fest (H1-H5 auf unserer Webseite) wählen. Für einen optimalen Schlaf sollte sich die Matratze der Form deines Körpers anpassen und gleichzeitig genügend Halt bieten, um eine neutrale Ausrichtung zu gewährleisten. Wir empfehlen, die Festigkeit basierend auf deinem Gewicht oder deinen persönlichen Schlafgewohnheiten auszuwählen.
Seitenschläfer
Wenn du auf der Seite schläfst, ist eine weiche bis mittlere Festigkeit zu empfehlen. Dadurch kann dein Körper in der Matratze einsinken und sich deine Hüfte und Schulter gerade ausrichten, wodurch Druckstellen vermieden werden.
Tipp: Erfahre mehr über die optimale Kissenauswahl als Seitenschläfer in unserem Leitfaden zur Wahl des Kopfkissens.
Rückenschläfer
Für Rückenschläfer ist das mittlere Komfortniveau am besten geeignet. Die Matratze wird sich der Krümmung des unteren Rückens anpassen und gleichzeitig genügend Halt für den Körper bieten, damit die Beine nicht einsinken.
Bauchschläfer
Bauchschläfer benötigen ein festes oder ultra-festes Komfortniveau, damit der Oberkörper nachts nicht einsinkt.
Tipp: Menschen mit leichtem Schlaf bevorzugen häufig weichere Matratzen, wobei Menschen mit tiefem Schlaf eher festere Matratzen vorziehen.
Welche verschiedenen Matratzenarten gibt es?
Federkernmatratzen
Matratzen mit Federkernen werden aus Stahlfedern gefertigt und bieten einen traditionellen Halt. Federkernmatratzen werden mithilfe zweier Faktoren beschrieben: Materialstärke und Anzahl. Die Federstärke bezieht sich auf die Dicke der Sprungfeder.
Dünne Sprungfedern bedeuten eine hohe Federstärke, wobei dicke Sprungfedern eine niedrige Federstärke zur Folge haben. Je niedriger die Federstärke, desto fester ist die Matratze.
Die Federanzahl beschreibt, wie viele Sprungfedern eine Matratze hat. Je höher die Federanzahl, desto mehr Halt bietet die Matratze. Federkernmatratzen haben in der Regel zwischen 400 und 900 Sprungfedern, wobei der Durchschnitt bei 700-800 liegt.
Es gibt zwei geläufige Sprungfederarten: Endlosfederkern und Taschenfederkern.
Endlosfederkernmodelle bestehen aus einem ineinandergreifenden Sprungfedersystem und zeichnen sich durch ihren Halt und ihre Langlebigkeit aus. Sie haben eine typische Sprunghaft. Dadurch ist es ganz leicht, nachts die Schlafposition zu wechseln, wobei dein Partner deine Bewegungen jedoch spüren könnte.
Vorteile der Federkernmatratze
- Stabilität
- Lange Lebensdauer
- Verfügbarkeit verschiedener Härtegraden
- Geeignet für Rücken- und Bauchschläfer
- Geeignet für stark schwitzende Menschen, da guter Feuchtigkeitstransport
Nachteile der Federkernmatratze
- Hohes Eigengewicht
- Geringe Wärmeisolierung
- Eher ungeeignet für Allergiker, da die offenporige Oberfläche ideal ist für Hautschuppen und Milben
Taschenfederkernmatratze
Taschenfederkernmodelle sind aus einzeln gewickelten Sprungfedern gefertigt, die gezielten Halt bieten und die die Bewegungsübertragung verhindern.
Vorteile der Taschenfederkernmatratze
- Anpassung an die Körperkonturen
- Hoher Liegekomfort
- Hohe Punktelastizität dank vieler Federn, die in die Matratze eingearbeitet sind
Nachteile der Taschenfederkernmatratze:
- Hohes Eigengewicht
Tipp: Oft wird behauptet, dass eine Matratze umso besser ist, je mehr Sprungfedern sie hat. Solange deine Matratze jedoch mindestens 400 Sprungfedern hat, hast du nichts zu befürchten. Außerdem sparst du Geld, da Matratzen mit einer hohen Anzahl an Sprungfedern tendenziell teurer sind.
Kaltschaummatratze
Aus aufgeschäumtem Polyurethan mit Luftkammern und Belüftungskanälen bestehend, verfügen Kaltschaummatratzen über einen Kaltschaumkern mit unterschiedlich dicken Liegezonen. Meist sind es sieben Zonen. Diese sorgen für eine optimale Stabilisierung des Körpers. Durch die hohe Punktelastizität ist die Katschaummatratze für jede Schlafposition gut geeignet und lässt Hüfte und Schultern komfortabel einsinken. Schaummatratzen haben allgemein keinen Federkern.
Vorteile der Kaltschaummatratze
- Hohe Punktelastizität
- Kompatibilität mit jeder Schlafposition
- Geringes Eigengewicht
- Gute Wärmeisolierung
- Allergikergeeignet
- Geeignet für verstellbare Lattenroste
Nachteile der Kaltschaummatratze
- Geringer Feuchtigkeitstransport
- Bilden von Liegekuhlen durch Wärme und Feuchtigkeit
- Entstehung unangenehmer Gerüche durch chemischen Herstellungsprozess
Wähle den Härtegrad der Kaltschaummatratze nach Körpergewicht und entscheide dich für ein dreidimensionales Profil, da die Luftkanäle in einer solchen Matratze längs und quer verlaufen. Die Kaltschaummatratze passt sich dadurch besser dem Körper an. Die ideale Matratzenhöhe liegt zwischen 20 und 24 cm.
Schaumstoffmatratzen passen sich deiner Form in unterschiedlichem Maße an und ermöglichen es dir, dich zu bewegen, ohne deinen Partner zu stören. Die Schaumstoffschichten passen sich dem Körper an, indem sie auf seine Wärme und Druckpunkte reagieren. Sie bieten einen gleichmäßigen Halt für den gesamten Körper und verteilen dein Gewicht über die Bettfläche, wodurch Schmerzen gelindert werden. Matratzen aus Memory-Schaum eignen sich am besten für Seitenschläfer, da sie sich optimal an die Hüften und Schultern anpassen. Memory-Schaum ist zudem staub-, schimmel- und allergenresistent, speichert jedoch Wärme. Gel-Memory-Matratzen sind mit einem kühlenden Gel versehen, um die Luftzirkulation zu begünstigen und nächtliches Schwitzen zu vermeiden.
Vorteile der Viscoschaummatratze
- Mildert Rückenprobleme durch Entlastung der Wirbelsäule
- Allergiker- und asthmafreundlich
- Lange Lebensdauer (ca. 10 Jahre)
Nachteile der Viscoschaummatratze
- Abhängigkeit von der Zimmertemperatur: Unruhige Schläfer im eher kühlen Zimmer liegen nicht gemütlich, da sich Viscoschaummatratzen dann eher hart anfühlen
- geringe Atmungsaktivität
Achte beim Kauf von Viscoschaummatratzen darauf, dass sie über 50 kg schwer ist. Die optimale Höhe lässt sich durch deinen Anspruch an die Matratze herausfinden. Denn je höher der Viscoschaumanteil, desto härter und unbeweglicher wird sie.
Latex-Matratzen
Latex-Matratzen bestehen aus natürlichen Materialien, die von Gummibäumen gewonnen werden. Latex-Matratzen fühlen sich leichter und sprunghafter an als Matratzen aus Memory-Schaum, passen sich jedoch etwas weniger an die Körperform an. Das Material ist atmungsaktiv und hypoallergen.
Pro:
- Besonders elastisch
- Hygienisch und staubarm, daher für Allergiker geeignet
- Atmungsaktiv
- Gute Wärmedämmung
- Hohe Punktelastizität
- Geeignet für verstellbare Lattenroste
Contra:
- Hohes Eigengewicht
- Hoher Preis
Beim Kauf einer Latexmatratze solltest du auf einen hohen Naturkautschukanteil achten. Menschen bis zu 60 kg können sich eine weiche Matratze zulegen. Ab 80 kg empfehlen wir eine harte Matratze. Sorge zudem dafür, dass die Latexmatratze regelmäßig gelüftet wird und bei jedem Bettwäschewechsel auch die Matratze gewendet wird. So hast du garantiert länger etwas von der Latexmatratze.
Hybridmatratze
Hybridmatratzen sind eine Kombination aus den Vorteilen der beiden vorherigen Optionen: Sprungfedern als Grundlage und mit Schaumstoff überzogen. Dadurch bietet sie das traditionelle Gefühl von Halt und Sprunghaft und passt sich dem Körper dabei optimal an, um Druckstellen zu vermeiden.
Verpackte Matratzen
Hierbei werden Federkern-, Hybrid- oder Schaumstoffmatratzen komprimiert, aufgerollt und in einen Karton platziert, um die Montage und die Lieferung zu erleichtern. Nach der Lieferung, muss die Matratze einfach mit der Luft in Kontakt kommen, indem sie auf eine flache Oberfläche gelegt und die Kunststoffverpackung entfernt wird. Nun wird sie in ihre ursprüngliche Form zurückkehren.
Tipp: Möchtest du deine Schlafoase noch gemütlicher gestalten? Probiere es mit einem verstellbaren Lattenrost für einen individuellen Komfort. Alle Schaumstoffmatratzen und einige Federkernmatratzen sind mit verstellbaren Lattenrosten kompatibel. Wirf einen Blick auf die einzelnen Produktinformationen, um zu überprüfen, ob deine perfekte Matratze kompatibel ist.
Welche Ausstattungsmerkmale gibt es?
Liegezonen
Üblicherweise sind Matratzen in 5 – 9 Liegezonen unterteilt. Wichtig ist jedoch nicht die Anzahl der Liegezonen, sondern deren Aufteilung. Achte darauf, dass alle Körperpartien optimal liegen und gut abgestützt sind. Abgesehen von der mittleren Liegefläche sind die Zonen symmetrisch von Kopf- bis Fußende angeordnet, weshalb die Matratze einfach gedreht und gewendet werden kann, ohne dass sich die Zonen verschieben.
Trageschlaufen
Mit Trageschlaufen oder Griffen ausgestattete Matratzen lassen sich leichter wenden und transportieren.
Hypoallergene Matratzenbezüge
Speziell für Allergiker ausgewiesene Matratzen tragen oft einen zusätzlichen gesteppten Überzug. Dieser lässt sich leicht abziehen und waschen. So werden Allergene und Staubmilben bestens abgetötet. Für Allergiker ist ein solcher Bezug also eine gute Wahl.
Verschiedene Härtegrade
Der Härtegrad gibt an, wie sehr eine Matratze unter dem Körpergewicht nachgibt und sollte den persönlichen Vorlieben entsprechend gewählt werden. Zur Auswahl stehen dabei fünf Härtegrade, die von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr hart) reichen.
Gut zu wissen: Die Parameter für die unterschiedlichen Härtegrade sind nicht normiert und können je nach Händler unterschiedlich ausfallen. Für die Wahl der richtigen Härte hilft folgende Faustregel: Personen, die unter 60 Kilogramm wiegen, sollten zu einer weichen Matratze greifen. Personen, die über 100 Kilogramm wiegen, wählen am besten eine härtere Variante. Wer sich dazwischen bewegt, sollte eine Matratze mit mittlerem Härtegrad wählen.
Wie pflege ich die Matratze?
Auslüften
Lüfte Matratze regelmäßig an der frischen Luft. Breite eine Unterlage unter ihr aus und lasse sie für einige Stunden in der Sonne stehen. So kann deine Matratze vollständig trocknen und ihre Elastizität regenerieren. Außerdem werden Bakterien abgetötet. Hast keine Möglichkeit, die Matratze draußen zu lüften, entferne das gesamte Bettzeug und lassen die Sonne durch das Fenster direkt auf die Matratze scheinen.
Drehen und wenden
Drehen und wende deine Matratze alle sechs bis acht Wochen. Besonders bei neuen Matratzen empfiehlt es sich zudem, Kopf- und Fußende sowie Ober- und Unterseite öfter zu tauschen.
Entfernen von Flecken und Gerüchen
Um unangenehme und lästige Gerüche zu entfernen, verteile eine Schicht Backpulver auf deine Matratze. Lasse es einige Stunden einwirken und sauge es anschließend ab. Das Backpulver nimmt die gesamten Gerüche auf. Um Flecken zu entfernen, gibst du eine Mischung aus Essig und Zitronensaft (im Verhältnis 1:1) auf den Fleck. Kurz einwirken lassen, anschließend die Stelle mit einem Tuch oder Schwamm etwas reiben und mit klarem Wasser gründlich auswaschen.
Was sind Matratzenschoner & Matratzentopper?
Matratzenauflagen & Topper bieten zusätzlichen Komfort und sorgen für einen ruhigen Schlaf. Außerdem schützen sie die Matratze, da sie eine abnehm- und abwaschbare Schicht zwischen der Matratze und dem Bettlaken bilden. In diesem Ratgeber stellen wir dir die wichtigsten Arten, Materialien und Eigenschaften vor.
Mit einem hochwertigen Matratzenschoner schützt du deine Matratze vor Flecken und verlängerst zudem ihre Lebensdauer. Das atmungsaktive Material ist staubfrei und daher besonders für Allergiker geeignet.
Beliebte Arten von Matratzenauflagen- & Toppern
Auflagen mit Eckgummis
Diese Art von Matratzenauflage schützt nur den oberen Teil der Matratze. Es wird durch ein elastisches Band an jeder der vier Ecken an Ort und Stelle gehalten. Dies ist normalerweise die preiswerteste Lösung
Angepasste Matratzenauflagen
Angepasste Matratzenauflagen & Topper haben elastische Seitenteile und schützen die gesamte Seite, indem sie unter die Matratze geklappt werden. Hier ist es besonders wichtig, die richtige Größe zu kaufen, damit die Matratzenauflagen & Topper auf die jeweilige Matratze passen. Angepasste Polster oder Auflagen gibt es auch meist in der Größe “Extrahoch”, damit sie auch mit höheren Matratzen verwendet werden können.
Auflagen mit Kissenoberseite
Eine weitere Lage aus Kissenmaterial sorgt für zusätzlichen Komfort und kann die Lebensdauer wesentlich verlängern.


