Lesenswert: Kreatives Kinderzimmer

Erfahre mehr über das DIY-Buch & die Autoren Julia Romeiß und Gregor Faubel im exklusiven Interview

Buchvorstellung Kreatives Kinderzimmer

© Julia Romeiß / BLV


Ein Zahlenposter, das beim Lernen der Ziffern hilft, ein bunter Rucksack für unterwegs oder farbenfrohe Stofftaschen, in denen Spielzeug verstaut wird – im BuchKreatives Kinderzimmer** stellen die Autoren Julia Romeiß und Gregor Faubel jede Menge Ideen rund um das Thema Basteln und Bauen vor, die im Reich der Kleinen für Individualität sorgen.**


Nach einer kleinen Einführung in die Grundlagen des Heimwerkelns gibt es im Buch vielfältige Projekte zu entdecken: Ordnungshüter, Spielsachen, Deko und sogar Möbel können selbst gebastelt und gebaut werden. Bei der erfolgreichen Umsetzung helfen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Fotografien und Vorlagen. Da unsere Redakteure so begeistert von den vielfältigen Ideen sind, wollten sie mehr über die Entstehung des Buches erfahren und haben den Autoren einige Fragen gestellt.


Herr Faubel, Sie haben Innenarchitektur studiert und gestalten unter anderem Messestände und Lichtkonzepte für Architekturbüros, Julia Romeiß arbeitet als Grafik-Designerin und Bloggerin. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Buch über DIY-Ideen fürs Kinderzimmer zu schreiben?


Unser Arbeitsfeld erstreckt sich in mehrere kreative Richtungen. Seit Julia und ich zusammen arbeiten, konzentrieren wir uns stark auf die Gestaltung von Möbeln und Produkten. Das ergänzt sich prima. Als dann unser Nachwuchs ins Haus stand, begannen wir natürlich, unsere eigenen Möbel für das Kinderzimmer zu entwerfen. Julia hatte zuvor schon zwei Bücher für den Verlag geschrieben, da lag es nicht fern, die Designs als neues Buchkonzept vorzustellen.


Was hat Ihnen bei der Entstehung des Buches am meisten Spaß gemacht?


Sicherlich die Arbeit in der Werkstatt. Wir sind ganz gut ausgerüstet und somit sehr effizient, was die Entwicklung von Prototypen betrifft. Über die Jahre bekommt man ein Gefühl dafür, was funktionieren kann und was nicht. Was heißt, dass man alles bis ins kleinste Detail bedenken und testen sollte, gerade wenn es um Spielsachen und Möbel für Kinder geht, die man nach Anleitung selbst bauen soll.


Welches Projekt hat Ihnen selbst besonders viel Spaß gemacht und warum?


Mein Lieblingsprojekt ist die Schaukelrobbe „Merle“. Dabei ging es uns darum, ein traditionelles Spielzeug wie das Schaukelpferd einfach mal neu und in einem anderen Kontext zu interpretieren. Die schlichte Form, der Bezug zum Meer und die schaukelnden Wellen passten super. Wir haben sehr viel Freude mit Merle, besonders weil unsere Bürokinder ausgiebig damit spielen. Bei den Möbeln ist es der Kinderstuhl „Justus“. Eigentlich war der ein Entwurf für Erwachsene. Als wir dann die ersten Modelle für das Buch als Kinderversion bauten, stellten wir fest, dass die Proportionen viel besser passten. So wurde aus einem doch eher wuchtigen Teil ein stimmiges Kindermöbel.


Buchvorstellung Kreatives Kinderzimmer

© Julia Romeiß / BLV


Vor kurzem sind Sie selbst Vater geworden. Worauf haben Sie bei der Gestaltung des Kinderzimmers Ihres Sohnes geachtet?


Ich bin ein großer Freund von Dieter Rahms’ Philosophie „weniger, aber besser“. Somit achten wir als Eltern darauf, nicht zu viel und vor allem Qualität anzuschaffen. Das ist gar nicht so einfach, bekommt man doch ständig Geschenke von Verwandten und Freunden. Die werden dann in diversen Ordnungssystemen verstaut. Natürlich kommen auch die Möbel aus dem Buch zum Einsatz, von unserem Haus-Bücherregal werden wir demnächst weitere Exemplare bauen müssen. Wir sammeln leidenschaftlich gern Bücher, die müssen stilvoll verstaut werden.


Können Eltern die Ideen auch zusammen mit ihren Kindern umsetzen?


Teilweise ist das möglich und sogar erwünscht. Die Greiflinge zum Beispiel können zusammen gebastelt werden. Spielzeuge wie das Domino oder die Ausstattung für den Kaufladen sind ebenso gut zum Bemalen geeignet. Bei umfangreicheren Projekten, bei denen größere Werkzeuge zum Einsatz kommen, geht die Sicherheit vor. Die meisten Projekte können in einem weiten Rahmen selbst interpretiert und umgestaltet werden. Dazu ist natürlich die Mithilfe unserer Kinder nötig. Die Abstimmung mit dem Nachwuchs ist daher ausdrücklich zu empfehlen!


Faubel, Gregor und Romeiß, Julia: Kreatives Kinderzimmer. Selbstbaumöbel und einfache Projekte. München. BLV Buchverlag 2016. Umfang: 160 Seiten. ISBN: 9783835414891. Preis: 19,99 €.

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