Ratgeber: Eine Lampe korrekt anschließen

In wenigen Schritten eine Lampe anschließen

Deckenleuchte


1. Beim Kauf auf die IP-Schutzart der Lampe achten


  • IP steht für International Protection.
  • Die erste Kennziffer nach dem "IP" gibt den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern an.
  • Die zweite Kennziffer bestimmt den Schutz vor Wasser.


Beispiel: IP67


Die erste Kennziffer zeigt an, dass das Gerät staubdicht ist.


Die zweite Kennziffer zeigt an, dass das Gerät Wasser für einen bestimmten, kurzen Zeitraum abweisen kann.


Übersicht der IP-Kennziffern


1. Ziffer: Fremdkörperschutz


Berührungsschutz Tabelle


Kurzbeschreibung Tablelle


IP-Schutzarten im Badezimmer


  • Bei der Verwendung von elektrischem Strom in der Nähe von Dusche oder Wanne gibt es besondere Schutzmaßnahmen, da hier die Gefahr eines Stromschlags besteht.
  • Schutzbereiche im Bad sind in der sogenannten DIN 57100/VDE Teil 701 festgelegt, in welcher vier unterschiedliche Zonen / Bereiche unterschieden werden:


Badezimmerzonen Tabelle



2. Die Lampenkabel korrekt anschließen


Für die richtige Installation ist es wichtig, die KlemmenbezeichnungenN und L zu kennen. Um die Lampe korrekt anzuschließen, müssen diese beiden Klemmen mit der Fassung der Lampe verbunden werden.


Damit einzelne Adern von Elektroleitungen besser auseinanderhalten werden können, werden verschiedene Kabelfarben auf der anderen Seite eingesetzt. Alle Klemmen haben unterschiedliche Bezeichnungen und sind den entsprechenden Kabelfarben zugeordnet. Die wichtigsten drei Klemmenbezeichnungen für Elektroleitungen, die auch für das Anschließen einer Lampe relevant sind, sind die folgenden:


(Das dreiadrige Lampenkabel hat drei Farben: schwarz, blau & grün-gelb)


  • Klemme L (schwarz) = stromführender Draht
  • Klemme N (blau) = Neutralleiter
  • Klemme PE (grün-gelb) = Schutzleiter (Erdung)


Achtung!


Schutzisolierte Leuchten besitzen keine Schutzleiterklemme. Der Schutzleiter muss hier auch nicht angeklemmt werden, sondern lediglich auf die Klemme aufgelegt werden. Am Typenschild der Lampe lässt sich das Zeichen für "schutzisoliert" ablesen (siehe oben).


Das Anbringen


  • Teste mit dem Stromprüfer, ob die Lampe, die du anschließen möchtest, auch wirklich spannungsfrei ist.
  • Wenn die Fassung der Lampe, die du anbringen möchtest, einen Erdungsanschluss hat, dann verbinde diesen mit der PE-Klemme (grün-gelbe Ader).
  • Jetzt kannst du die anderen beiden Leitungen (Klemme N + Klemme L) mit den Polen der Fassung verbinden. Hierbei spielt es keine Rolle, wie du die Polung der beiden Klemmen angehest.


Achtung!


Bei manchen Lampen wird anstelle eines schwarzen Drahtes ein brauner verwendet.


3. Benötigt meine Lampe einen Transformator?


In Deutschland kommen 230 Volt Wechselstrom (AC) aus der Steckdose. Für Leuchtmittel, die 230 Volt benötigen, brauchst du daher keinen Transformator.


Wichtig!


Achte daher bei der Artikelbeschreibung der Lampe darauf, mit wie viel Volt das Produkt betrieben werden muss. Des Weiteren solltest du darauf achten, ob die Lampe Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) benötigt oder beides möglich ist (AC/DC).


4. Extras: Soll meine Lampe einen Dimmer haben?


Zur Regulierung der Helligkeit von Glühlampen benutzt man sogenannte Thyristorsteller oder Triacsteller, die allgemein als Dimmer bezeichnet werden.


Es gibt verschiedene Arten der Dimmung, welche von den unterschiedlichen Lastcharakeristika abhängen.


Phasenanschnittdimmer


Glüh- und Hochvolt-Halogenlampen (230 V) sowie konventionelle Transformatoren:


  • Dimmung mit einer Phasenanschnittsteuerung
  • Ohmsche oder induktive Lastcharakteristik


Phasenabschnittdimmer


Elektronische Transformatoren in Niedervolt-Halogensystemen:


  • Dimmung mit Phasenabschnittsteuerung
  • Kapazitives Lastverhalten


Universaldimmer


  • Erkennt die Lastcharakteristik von allein.
  • Stellt automatisch die passende Ansteuermethode ein.


Leuchtstoffröhren und andere Gasentladungslampen:


  • Können auf diese Art und Weise nicht gedimmt werden.
  • Die Entladung bricht bei geringer Spannung zusammen und kann nicht wieder gezündet werden.
  • Dimmung dieser Geräte nur durch ein Steuersignal.


Achtung!
Nicht jedes Leuchtmittel lässt sich dimmen. Das Symbol für Dimmbarkeit besteht aus einem liegenden gefüllten Dreieck mit einem oder zwei Buchstaben darunter. Auch Dimmer sind entsprechend gekennzeichnet.

  • C für die Dimmbarkeit mit oder für Phasenabschnittdimmer (kapazitive Last, zum Beispiel elektronische Niedervolt-Halogenglühlampen-Transformatoren).
  • L für die Dimmbarkeit mit oder für Phasenanschnittdimmer; sind für induktive Lasten geeignet (zum Beispiel gewickelte, also konventionelle Niedervolt-Halogen-Transformatoren).
  • R oder Glühlampen-Symbol: nur Ohmsche Lasten (Glühlampen, Heizungen) sind mit diesem Dimmer dimmbar.


Dimmermodelle


Auf dem Markt gibt es zwei Dimmermodelle:


  • Drehdimmer
  • Tast-, bzw. Touchdimmer. Diese Artikel kommen in verschiedenen Lastarten.


Funktionen des Drehdimmers:


  • Drehbar
  • Mit Druck auf den runden Drehknauf wird das Licht an- oder ausgeschaltet.
  • Viele Dimmer sind auch Wechselschalter – sie lassen sich daher einfach in die bestehende Wechselschaltung integrieren.


Funktionen des Tastdimmers:


  • Regulierung der Helligkeit durch Drücken der Taste.
  • Unterschied zum Drehdimmer: Licht wird durch langes Drücken der Taste nach oben oder unten gedimmt.
  • Durch kurzes Tippen der Wippe wird die Dimmrichtung geändert. Je nachdem wird es heller oder dunkler.


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