LED-Beleuchtung im Vergleich
LED-Lampe, Energiesparlampe, Halogen? Welche Leuchtmittel sind für Ihr Zuhause am besten geeignet?
LED-Lampe, Energiesparlampe, Halogen oder die klassische Glühbirne? Welche Leuchtmittel sind für dein Zuhause am besten geeignet? In welchem Raum brauchst du welches Licht, wie viel Helligkeit und welche Lichttemperatur?
Klassische Glühbirnen verschwinden seit 2009 Stück für Stück vom europäischen Markt. Denn bald dürfen laut EU-Verordnung nur noch energiesparende Leuchtmittel mit Energieeffizienzklasse A oder B verkauft werden. Dadurch verschwinden nicht nur die klassischen Glühlampen, sondern auch die weniger effizienten Halogenlampen aus unserem Alltag. Die 60-Watt-Glühbirne darf deshalb beispielsweise seit September 2011 in der EU nicht mehr im Handel angeboten werden.
Allein die lange Brenndauer von wesentlich mehr als 20.000 Stunden und der extrem geringe Stromverbrauch sind schon starke Argumente für den Wechsel zur LED-Lampe. Durch die lange Lebensdauer überwiegen die Spareffekte die etwas höheren Anschaffungskosten. Außerdem sind moderne LEDs grundsätzlich resistent gegenüber Temperaturschwankungen und Extremwerten wie Hitze im Sommer oder Eiseskälte im Winter. Daher gibt es inzwischen auch eine große Vielfalt an LEDs für den Außenbereich.
Erfahre jetzt im kostenlosen Wayfair LED-Ratgeber, worauf du beim Kauf von Leuchtmitteln generell achten solltest und welche Möglichkeiten LED-Leuchten bieten.
LED-Lampen sind kleine Alleskönner
Moderne LED-Beleuchtung ist gegenüber herkömmlichen Lichtquellen vorteilhaft stromsparend und wesentlich flexibler. Je nach gewünschter Lichttemperatur gibt es für jeden Einsatzort entsprechende LED-Leuchtmittel, die wohnliches Warmweiß, neutrales Weiß oder Tageslichtweiß erzeugen. Verwende für jeden Wohnbereich das passende Leuchtmittel mit entsprechenden Kelvin- und Lumen-Werten.
Am besten tauschst du also die Leuchtmittel in deinen Lampen sukzessive aus und stellst so Stück für Stück auf sparsame LED-Lampen um. Durch die Umrüstung auf LED-Beleuchtung kannst du viel Strom sparen, denn moderne Leuchtdioden sind sehr vielseitig einsetzbar: Sie können sowohl kaltes Tageslicht für konzentriertes Arbeiten als auch gemütliches Warmweiß erzeugen.
Tip!
In der EU werden Leuchtmittel aufgrund ihrer Lichtleistung pro Stromverbrauch in Klassen eingeteilt. LED-Lampen erreichen dabei die besten Energieeffizienzklassen von A++, A+ oder A.
Helligkeit & Lichtintensität
Ein sehr wichtiges Kriterium beim Kauf deiner neuen LED ist die Helligkeit. Je mehr Lichtintensität ein Leuchtmittel vorweist, desto mehr Licht sendet es aus und erzeugt somit auch mehr „Helligkeit" in deinen Räumen. Diese Lichtleistung wird heute nicht mehr in Watt gemessen, wie noch bei den alten Glühlampen, sondern in der Einheit Lumen (lm).
Zum Vergleich: Eine klassische 60-Watt-Glühbirne strahlt mit rund 700 Lumen. Eine LED erzeugt diese Helligkeit bereits mit rund 8 Watt und eine Energiesparlampe verbraucht dafür immerhin noch 12 Watt.
LEDs verbrauchen generell deutlich weniger Strom als konventionelle Leuchtmittel, auch weil sie keine Wärme abstrahlen. Anhand der folgenden Tabelle kannst du Stromverbrauch und Helligkeit von LEDs zur klassischen Glühbirne, Halogen sowie Energiesparlampen vergleichen.
Info: Diese Angaben sind Rundungswerte, Abweichungen sind möglich.
Tipp:
Helligkeit: Die Lichtintensität einer Lichtquelle wird in Lumen (lm)oder Lux (lx = Lumen pro Quadratmeter) angegeben. Eine handelsübliche Haushaltskerze erzeugt ca. 12 Lumen.
Lichttemperatur: Warmweiß oder kühles Tageslicht?
Je nach Einsatzort, Wohnbereich und Tätigkeit empfinden Menschen unterschiedliche Wellenlängen von Licht verschiedener Lichtquellen als mehr oder weniger angenehm. Der subjektive Farbeindruck der Lichtfarbe von weißen Leuchtmitteln wird Lichttemperatur genannt. Die Lichttemperatur wird in Kelvin (K) gemessen und liegt bei handelsüblichen Lichtquellen zwischen ca. 1.000 bis 7.000 K.
Je höher der Kelvin-Wert, desto kühler und weniger gelblich erscheint das Licht für das menschliche Auge. Kerzenlicht liegt zum Beispiel bei einer Lichttemperatur von rund 1.000 K. Tageslichtlampen hingegen erzeugen ein sehr kaltes Weiß und imitieren dabei das Spektrum der Mittagssonne ohne Wärmestrahlung.
Tipp:
Herkömmliche Glühbirnen erzeugen ein gelbliches, gemütliches Warmweiß mit ca. 2.300 Kelvin und Halogen ein weniger warmes Licht mit 3.000-3.400 Kelvin. Lichtexperten raten für Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer und Esszimmer zu Warmweiß, weil Menschen dieses Licht als beruhigend und gemütlich empfinden.
Skala für Lichttemperaturen: LED-Beleuchtung kann je nach Einsatzort das gewünschte Weiß erzeugen.
Obige Infografik bietet einen Überblick über die verschiedenen Lichttemperaturen und passenden Leuchtmittel. LED-Beleuchtung kann je nach gewünschtem Einsatzort für dich warmes, neutrales oder kaltes Weiß bereitstellen. Nutze LED also für gemütlich-warmes Licht im Wohnzimmer sowie für unverfälschtes, kühles Weiß in deinen Büroräumen.
Helles Arbeitszimmer oder gemütliches Wohnzimmer?
Arbeite in deinem Arbeitszimmer oder bereite in der Küche ein leckeres Essen zu, brauchen deine Augen hingegen Beleuchtung mit deutlich mehr Weißanteil. Auch in Funktionsräumen wie Waschküche, Keller und Garage sind Lichttemperaturen ab 4.000 Kelvin aufwärts empfehlenswert. In diesen Arbeitsräumen gelten 1.500 Lumen mit rund 6.000 Kelvin als idealer Mittelwert. Das entspricht einer Lichtintensität von ein bis zwei 100-Watt-Glühbirnen.
Neutralweiß bis hin zum Tageslichtweiß unterstützen zusätzlich die menschliche Konzentration: Wir sind sozusagen „wacher", je heller das Licht um uns herum scheint. So werden Werte rund um 6.500 Kelvin als ideale Farbtemperatur für Büros erachtet. Außerdem werden so bunte Farben von Etiketten, Kleidung und Küchenzutaten weitgehend neutral wiedergegeben.
Tipp:
Achte beim Kauf von Leuchtmitteln ebenso auf einen niedrigen Stromverbrauch (Watt), die gewünschte Helligkeit (Lumen) und die richtige Lichttemperatur (Kelvin). So hast du zu Hause immer die richtige Beleuchtung für jeden Raum.
Räume für Freizeit und Entspannung sollten besser ein augenfreundliches, warmweißes Licht haben. In Schlafzimmer und Wohnzimmer reichen schon 700 bis max. 1.200 Lumen Lichtleistung bei gemütlichen 2.500 Kelvin. Folgende Infografik gibt einen Überblick, welches Licht je nach Anwendungsort besser geeignet ist.
Je nach Wohnbereich kannst du mit verschiedenen LED-Lampen individuell die richtige Stimmung erzeugen.
Natürlich musst du letztendlich selbst entscheiden, wo dir welches Licht am besten gefällt. So ist es zum Beispiel üblich, in der Nähe des Kleiderschranks, über der Garderobe im Flur oder im Bad am Spiegel ein eher neutrales Weiß bei 4.000 Kelvin zu verwenden. Denn damit fällt die Farbempfindung von Kleidung oder Make-up einfach leichter – ohne dass du dabei geblendet wirst.
Die gängigsten Fassungen bei Leuchtmitteln
Sicherlich kennst du das etwa daumendicke Schraubgewinde der klassischen Glühbirnenfassung. Diese sogenannten Lampensockel haben die offizielle Bezeichnung E27, weil ihr Durchmesser 27 Millimeter (mm) entspricht. Diese Fassung geht ursprünglich auch auf den Erfinder der Glühbirne, Thomas Edison, zurück. Die kleinere Schwester heißt „Mignon-Fassung" mit der Gewindekennung E14 und einem 14 mm breiten Gewinde. Auch heutige LED-Lampen verwenden unter anderem häufig diese beiden Gewindetypen.
Folgende Darstellung gibt einen kleinen Einblick in die fünf gängigsten Lampensockel und Gewinde:
Schematische Darstellung: Diese fünf Fassungen werden in der EU am häufigsten verwendet.
Behalte die Fassung: Nur welche ist die richtige?
Die beiden Gewindefassungen E27 und E14 erkennst du auf Anhieb wieder, aber bei den drei Stecksockel-Typen wird eine Unterscheidung schon kniffliger. Zumal es in der EU tatsächlich weit über 50 verschiedene Arten gibt, ein Leuchtmittel mit seinem individuellen Stromanschluss zu verbinden. Bei den oben abgebildeten Fassungen gibt es eine Faustregel, denn die Nummer in der Kennzeichnung leitet sich von ihrem jeweiligen Durchmesser bzw. Abstand der elektrischen Kontakte in Millimetern ab.
Tipp:
Für zeitgemäßes Licht in all deinen Räumen empfehlen wir dir auf jeden Fall LED-Beleuchtung mit der richtigen Helligkeit (Lumen) und Farbtemperatur (Kelvin). Dazu erfährst du weiter oben mehr.
Um beim Kauf einer Leuchte sicher zu gehen, das richtige Leuchtmittel mit der korrekten Lampenfassung zu haben, schreibe dir einen Notizzettel mit der Bezeichnung oder den Werten. Du kannst auch die Originalverpackung oder eine der Ersatzlampen zum Vergleich heranziehen.
Sicherheit geht vor: IP-Schutzklassen bei Leuchten
Wichtig bei der Wahl des Leuchtmittels ist der Schutz vor Staubpartikeln, Feuchtigkeit oder Spritzwasser. Deshalb teilt Wayfair die Skala der verschiedenen Schutzklassen in drei grobe Bereiche ein. Du kannst also beim Kauf deiner Badezimmerlampe ein Exemplar auswählen, dessen Leuchtmittel unempfindlich gegenüber Spritzwasser ist.
Eine zweistellige Zahl wie zum Beispiel "IP55" bestimmt die Schutzklasse, wobei die erste Ziffer von 0 bis 6 den Schutz vor Fremdkörpern wie Staub und die zweite Ziffer von 0 bis 8 den Schutz vor Feuchtigkeit und Wassereinwirkung angibt. Zur Vereinfachung zeigt die untere Tabelle eine dreistufige Einteilung, die ähnliche IP-Schutzklassen zusammengefasst darstellt.



